Am 21.02.2026 fand in Glauchau das Danvorbereitungsseminar Teil 1 statt. Die lange Anreise von rund 600 km nach Sachsen nahm ich bereits am Freitagnachmittag auf mich. Nach etwa sieben Stunden Fahrt kam ich gut und gesund an.
Am Samstag begann das Seminar pünktlich um 10:00 Uhr und war von Anfang an hervorragend organisiert. Auch das Zeitmanagement war ausgezeichnet.
Die behandelten Themen umfassten:
- Dan: Abwehr eines frei angreifenden Gegners (Grundschule)
- Dan: Abwehrserien gegen mehrere Angreifer
- Dan: Abwehr von Waffen und gefährlichen Gegenständen
Erfreulicherweise zeigte sich, dass die Inhalte, mit denen der WJJF-Schweiz übereinstimmen. Beide Verbände arbeiten inhaltlich auf einem sehr ähnlichen, hohen Niveau und verfolgen dieselben Qualitätsstandards.
Kata Schwerpunkt
Gestartet wurde mit dem Bereich Kata, welcher von Danny Grießbach klar strukturiert und praxisnah erläutert wurde. Besonders wertvoll waren seine präzisen Hinweise darauf, worauf bei einer Dan-Prüfung besonders geachtet wird.
Technische Inhalte
Im weiteren Verlauf wurden intensiv folgende Bereiche trainiert und vertieft:
- Nage-Waza
- Renraku-Waza
- Gaeshi-Waza
- Angriffstäuschungen (Fakes)
- Fusegi-Waza
- Waffen
Die Unterschiede, Feinheiten und prüfungsrelevanten Details wurden von Uli Häßner und Danny Grießbach sehr anschaulich erklärt. Besonders wertvoll waren die klaren Hinweise darauf, was in einer Danprüfung erwartet wird und ebenso wichtig was nicht erwünscht ist.
Den Abschluss bildete der Bereich Waffenabwehr. Auch hier wurden die Anforderungen transparent dargestellt und praxisnah demonstriert
Fazit
Das Danvorbereitungsseminar Teil 1 in Glauchau war in fachlicher wie auch in menschlicher Hinsicht eine äusserst wertvolle Veranstaltung. Die hohe Kompetenz und langjährige Erfahrung der Referenten Uli Häßner, Danny Grießbach waren während des gesamten Seminars deutlich spürbar. Alle Inhalte wurden klar strukturiert, praxisnah vermittelt und mit vielen hilfreichen Details für die spätere Danprüfung ergänzt.
Besonders positiv hervorzuheben ist die Offenheit im Austausch zwischen dem WJJF-Deutschland und der WJJF-Schweiz. Es wurde deutlich, dass beide Verbände nicht nur vergleichbare Prüfungsprogramme haben, sondern auch dieselben Qualitätsmassstäbe verfolgen. Diese gemeinsame Linie schafft Transparenz, Sicherheit und ein hohes technisches Niveau für alle Dan-Anwärter.
Für mich persönlich hat sich die lange Anreise mehr als gelohnt. Ich konnte zahlreiche neue Impulse, methodische Feinheiten und prüfungsrelevante Details mitnehmen. Besonders wertvoll waren die klaren Hinweise, worauf Prüfer besonderen Wert legen und welche Fehler unbedingt vermieden werden sollten. Diese Erkenntnisse werde ich gezielt in der Schweiz weitergeben und in unser Kursen integrieren.
Darüber hinaus war auch die kameradschaftliche Atmosphäre ein grosser Gewinn. Der respektvolle Umgang, das gemeinsame Trainieren auf Augenhöhe und der konstruktive Austausch stärken nicht nur die technische Qualität, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der WJJF.
Zusammenfassend war dieses Seminar ein wichtiger Schritt zur weiteren Vereinheitlichung und Qualitätssteigerung im Dan-Bereich. Wenn beide Verbände weiterhin so eng zusammenarbeiten und „am gleichen Strang ziehen“, profitieren letztlich alle Mitglieder davon.
Denn nur durch Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und kontinuierliche Weiterentwicklung können wir unser Ju-Jitsu auf einem hohen Niveau halten und weiter ausbauen.
Danke.
Franz Boadella, Hanshi, 6. Dan Ju-Jitsu






























