Nach den Sommerferien 2025, frisch erholt und voller Tatendrang, wir hatten uns gerade mit Bodentechniken beschäftigt, kam von einigen Sportkameraden der Wunsch sich mal wieder mit dem Hanbo zu betätigen.
Als wir uns das letzte mal intensiv damit befassten war Corona gerade vorbei. Schülergraduierungen lagen teilweise bis zu 10 Jahre zurück. Grund genug also hier mal wieder was zu tun und um Hanbo-Jitsu wieder aufleben zu lassen bei uns anzubieten.
Richard Schmidt, der von dieser Idee ebenfalls sehr angetan war, bzw. daran mitgewirkt hat, hatte uns ohne zu zögern Unterstützung zugesagt. Also Werbung machen. Auch außerhalb des eigenen Dojos. Gesagt, getan, und schon waren Ehrgeiz und Interesse geweckt. So hatten wir uns zum Ziel gesetzt mal wieder andere Farben auf die Tatami zu bringen und haben uns seit Herbst 2025 intensiv darauf vorbereitet. Richy, der immer wieder mal sporadisch auftauchte hat uns hier ordentlich mit „Hausaufgaben“ eingedeckt (und diese natürlich auch kontrolliert).
Am 23. April 2026, durften wir dann zeigen was von dem Erlernten hängen geblieben ist. Hier stand so manche Schweißperle auf der Stirn und sicherlich gab`s bei dem einen oder anderen Budoka erhöhte Herzfrequenz. Die anfängliche Aufregung hat sich aber schnell gelegt. Richy, der von der Seitenauslinie den Blick über das Geschehen hatte, nahm uns in seiner ruhigen Art die Nervosität.
Nach 90 Minuten hatten wir es geschafft. Richard Schmidt, 8. Dan, der über Jahrzehnte das Han Bo im Verband geprägt und unterrichtet, mit uns geübt und geprüft hat nahm dann die neue Einstufung vor. So dürfen sich nun einige der „alt gedienten“ Budokas an ihrer neuen Gürtelfarbe erfreuen.
Dies ist ein Ansporn, weiterhin Ju-Jitsu, Judo und Kobudo in Zusammenarbeit mit befreundeten Dojos auszuüben.
W. Fischer
