Berichte

DAN-Prüfung in Ötlingen


Dan-Prüfungen der WJJF Deutschland e.V. bei der TSG Ötlingen

Am 15.02.2020 fanden bei der TSG Ötlingen die ersten Dan-Prüfungen in diesem Jahr und auch die ersten Prüfungen seit der Abspaltung der WJJF Deutschland vom italienischen Dachverband statt.

Aus den eigenen Reihen traten Falk Alpert, Adrian Wertz, Yvonne Haas, Walter Grether und Heiko Schmidtke an. Aus Bühl vom Dojo Dokan war Markus Heinrich angereist. Dojo-Leiter Gerhard Hanemann begrüßte alle Anwesenden herzlich und freute sich sehr, dass der TSG Ötlingen die Ehre zu Teil wurde, diese Prüfungen auszurichten. Als nicht selbstverständlich empfand er es, dass die Prüfer den teils sehr weiten Weg bis in den tiefsten Süden auf sich genommen haben.

Richard Schmidt (6. Dan Jiu-Jitsu), Präsident der WJJF Deutschland stellte die Prüfungskommission vor und erklärte den Grund für deren Zusammensetzung. Sie bestand neben ihm selbst als Prüfungsvorsitzendem nämlich aus dem Präsidenten der WJJF Schweiz, Franz Boadella (4. Dan Jiu-Jitsu) und dem Leiter Nord der WJJF Deutschland, Danny Grießbach (4. Dan Jiu-Jitsu). Ziel der Prüfungskommission, neben der Abnahme der sechs Dan-Prüfungen, war es, die eventuell unterschiedlichen Kriterien zum Bestehen einer Dan-Prüfung zu konsolidieren, damit Süd- und Norddeutschland ein gleiches Qualitätsniveau abfragen, aber auch, um die bereits sehr gut funktionierende Kooperation mit dem Schweizer Verband weiter zu vertiefen und hier auf die gleichen Standards zu setzen. Die Prüfungskommission, nun in jeglicher Weise unabhängig, hat sich sichtlich auf Augenhöhe getroffen und setzte bewusst auf Qualität denn Quantität.

Die Prüfungen begannen mit der Sichtung der Katas. Falk Alpert, der einige Wochen zuvor erst den 1. Dan im Judo erfolgreich absolviert hatte, zeigte zuerst souverän die Nage-no-Kata mit seinem Judo-Trainingspartner Lukas Schäfer. Danach fungierte er als Uke in der Goshin-Jitsu-no-Kata für Adrian Wertz, der bis zum Schluss hochkonzentriert blieb. Es folgte danach Markus Heinrich mit kraftvollen Kiai in der Kime-no-Kata mit Partner Thorsten Kunz. Yvonne Haas zeigte ebenfalls sehr dynamisch die Kime-no-Kata, wieder mit Falk Alpert. Nachdem er nun drei unterschiedliche Katas gelaufen war, beschloss die Prüfungskommission, dass Falk Alpert ausreichend demonstriert hatte, dass er des 1. Dan im Jiu-Jitsu würdig ist und erließen ihm die Demonstration der Fusegi-Waza, auf die er sich aber natürlich auch vorbereitet hatte. Walter Grether und Heiko Schmidtke bildeten den Abschluss der Kata-Demonstrationen zusammen mit Gerhard Hanemann und präsentierten dessen eigens für seine bereits 1,5 Jahre zurückliegende Prüfung zum 5. Dan von ihm kreierte Jin&Jang-Kata.

Somit war zuerst Adrian Wertz, der die Prüfung zum 1. Dan ablegte, mit seinen SVTechniken an der Reihe. Auch hier war Falk Alpert Partner. Gefolgt wurde dies von der Demonstration der SV-Techniken von Yvonne Haas, die mit Uke Anita Spieß die Prüfung zum 2. Dan bestritt. Ebenfalls angetreten zum 2. Dan war Markus Heinrich mit Partner Felix Holz. Die letzten SV-Techniken wurden von Walter Grether und Heiko Schmidtke gezeigt, die beide den 4. Dan anstrebten. Im Theorieteil zum 4. Dan zeigten die beiden dann auch eindrucksvoll eine Präsentation zum Thema „Messer“, angefangen bei der Entstehung der Messer, über die verschiedenen Legierungen und Arten bis hin zum Strafrecht. Die Prüfer waren durch die Bank angetan ob der hohen Qualität der Prüfungen und konnte somit allen angetretenen Prüflingen mit Stolz die gerade noch rechtzeitig eingetroffenen brandneuen Dan-Zertifikate mit dem neuen Logo der WJJF Deutschland aushändigen.

Lobende Worte fanden sie auch für die TSG Ötlingen und die vielen Helfer, die nicht nur für das leibliche Wohl sorgten, sondern auch die Halle schön und ehrenvoll (ebenfalls mit den ersten großen Bannern mit dem neuen Logo) hergerichtet hatten. Auch unter den zirka 40 Zuschauern, die 5 Stunden mit kleinen Pausen ausharrten, befand sich hoher Besuch. So waren mit Martin Gerstner, 7. Dan und Ehrenmitglied der WJJF Deutschland sowie Dojo-Leiter des Dojo Dokan Bühl, und Roland Herr, 6. Dan und Einsatz-Trainer bei der Polizei zwei hochdekorierte Sportler angereist, um die Prüfungen mitzuverfolgen. Nebst den Weinpräsenten, die an die Prüfer gingen, wurde dieser erfolgreiche Tag mit einem feinen Büffet in der Kunstgalerie von Gerhard Hanemann abgerundet, zu dem alle Mitwirkenden eingeladen waren und bei dem alle in geselliger Runde den Tag noch einmal Revue passieren ließen.

Text: Anita Spieß
Bilder: Dirk Liebert

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